 ##  [Magnetische Suszeptibilität (Bohrkern)](/de/node/50118) 

 Definition

Eine Kern-Scan-Messung, die beschreibt, wie das Material im Kern durch ein angelegtes schwaches Magnetfeld magnetisiert wird; angegeben als Volumen- oder Massen-Suszeptibilität, die entlang des Kerns variiert und auf die Häufigkeit und Struktur magnetischer Minerale hinweist.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Bei Niederfeld-Suszeptibilitätsmessungen ist die induzierte Magnetisierung M proportional zum angelegten Feld H durch die Suszeptibilität χ (M = χH); Variationen in χ resultieren aus Änderungen der Konzentration, Korngröße und Mineralogie ferromagnetischer und paramagnetischer Phasen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein gespalttener Sedimentkern wird durch einen Suszeptibilitätsmesser geführt und erzeugt ein kontinuierliches χ-Profil; χ-Spitzen entsprechen mit Magnetit angereicherten Horizonten oder terrigenem Input und ermöglichen stratigraphische Korrelationen.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Interpretation von Suszeptibilitätsvariationen als rein zusammensetzungsbedingt ohne Berücksichtigung von Anisotropie, Temperatur, Feuchtigkeit, Instrumentendrift oder Kontamination (z. B. Metallwerkzeuge) kann irreführend sein.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Richtig angewandt ermöglicht sie die schnelle Erkennung lithologischer Grenzen, paläoklimatischer Signale (z. B. Änderungen detritischen Inputs) und unterstützt Kern-zu-Kern-Korrelationen sowie Studien zur magnetischen Diagenese.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Umkehr wäre, Suszeptibilität als direkte Messung der Remanenzstärke zu behandeln; Suszeptibilität misst induzierte Magnetisierung, nicht die Vektoreigenschaften der natürlichen Remanenz, die paläomagnetische Richtungsinformationen tragen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt für Niederfeld-Gesamtsuszeptibilitätsmessungen an Kernen und gespaltenen Flächen; schließt Hochfeld-Hysteresemessungen, anhysteretische Remanenz und detaillierte Domänenzustandsanalysen aus, die Laborexperimente erfordern.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Es besteht Spannung zwischen Suszeptibilität (induzierte Bulk-Antwort) und natürlicher Remanenz (NRM): Beide spiegeln magnetische Minerale wider, messen jedoch unterschiedliche physikalische Eigenschaften mit unterschiedlicher Anwendbarkeit.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Die magnetische Suszeptibilität von Kernen ist ein schneller Bulk-Proxy für Konzentration und korngrößenabhängiges Verhalten magnetischer Minerale; nach Korrekturen ist sie ein leistungsfähiges Werkzeug für Stratigraphie und Provenienz, muss aber von Remanenzmessungen unterschieden werden.