 ##  [Workflow zur Verarbeitung Seismischer Reflexionen](/de/node/50196) 

 Definition

Eine dokumentierte, geordnete Abfolge von Datenverarbeitungs-Schritten, die auf rohe seismische Reflexionsaufzeichnungen angewendet werden, um Rauschen zu entfernen, Ausbreitungs- und Instrumenteneinflüsse zu korrigieren und die Subsurface-Reflektivität als gestapelte oder migratierte Volumen für die Interpretation darzustellen.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Aufgezeichnete Wellenfelder so zu transformieren, dass sie geologisch aussagekräftige Reflektivität zeigen, durch Signalaufbereitung, Amplituden‑ und Zeitkorrekturen, Geschwindigkeitsbestimmung und Bildgebungsoperatoren, wobei stratigraphische und amplitudenrelevante Informationen erhalten bleiben.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Verarbeitung einer marinen 3D-Streamer-Untersuchung: Einlesen von Feldspuren und Navigation; Spur‑Editing und Deghosting; Amplitudenkorrekturen (sphärische Divergenz, Gain); Rauschunterdrückung (FK-Filter, spektrale Aufhellung); Dekonvolution; NMO-Korrektur und Geschwindigkeitsanalyse; Residual-Moveout-Glättung; Stacking; Pre‑Stack- oder Post‑Stack-Migration; Amplitudenausgleich und Bandbreitenwiederherstellung; Lieferung gestapelter und migratierter Volumen mit QC‑Berichten.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Anwendung aggressiver Filter oder automatischer Korrekturen ohne stationsspezifisches QC oder die Verwendung eines falschen Geschwindigkeitsfeldes kann zu falsch erscheinender Schichtenkontinuität, verwischten Strukturen oder Verlust von Amplitudenanomalien für AVO-Analysen führen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Richtig angewendet verbessert der Workflow das Signal‑zu‑Rausch‑Verhältnis, positioniert Reflektoren korrekt, erhält Amplitudenvariationen mit Offset und liefert reproduzierbare Ergebnisse für Interpretation und Reservoirbewertung.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Das Gegenteil sind unbearbeitete Feldaufzeichnungen, in denen Geometrie, Multiple, Instrumentenrauschen und Timingfehler die Reflektorsignale verschleiern und eine verlässliche Abbildung verhindern.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt nur für die Verarbeitung von Reflexionsseismik; schließt Akquisitionsplanung, nicht-reflexive geophysikalische Methoden (Refraktion, Gravimetrie, Elektromagnetik) und nachgelagerte Modellierungs-Workflows aus, die jedoch von den Ergebnissen profitieren.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Wird manchmal mit einem 'Processing Recipe' oder 'Automated Pipeline' gleichgesetzt — Begriffe, die starre Softwareabläufe implizieren können — während der Workflow sowohl die algorithmische Reihenfolge als auch die projektspezifische QC‑Philosophie umfasst.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Eine kontrollierte, nachvollziehbare Abfolge von Signalaufbereitungs- und Bildgebungsoperationen, die rohe Reflexionsseismik in geophysikalisch und geologisch interpretierbare Sektionen oder Volumen umwandelt und dabei Qualität sowie Amplituden-/Zeittreue dokumentiert.